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1989 - 2005

1989 - 2005
Der Zusammenbruch des Ostblocks und die Folgen

1989 bis 2005: Das DRK Bergisch Gladbach – weltweit im Einsatz und daheim im eigenen Haus

Immer kritischer wird im Sommer 1989 die Lage im Ostblick in der DDR. Die Politik des neuen Staatspräsidenten Michail Gorbatschow mit einer Öffnung der kommunistischen Diktaturen führt nicht nur zum Zusammenbruch des „zweiten deutschen Staates“, sondern auch der gesamten Sowjetunion und des Balkans. Zigtausende Flüchtlinge strömen nach Westdeutschland. In Windeseile sind provisorische Unterkünfte, Gemeinschaftsverpflegung und begleitende Hilfmaßnahmen einzurichten.
Alle Rotkreuzeinheiten werden zur Betreuung der Menschen herangezogen. Beispiele für diese, teils abenteuerlichen, Einsätze der Helfer und Heleferinnen aus dem Ortsverein Gladbachen werden in einem extra Abschnitt beschrieben.

Nach wie vor sind die Gladbacher Männer und Frauen oft mehrmals im Jahr mit Hilfsgütern für die Notleidenden über tausend km Entfernung mit Lkw`s und ganzen Konvois unter schwierigen Verhältnissen gen Osten unterwegs. Die Bürger spenden dafür in erfreulichem Maß.

Anstrengen sind auch die Einsätze bei Naturkatastrophen wie im Jahr 2002 an der Elbe, auch schon 1989 nach dem Erdbeben in Armenien.

Neue Organisationsstrukturen des Deutschen Roten Kreuzes müssen auch auf der Ortsvereinsebene umgesetzt werden.

Ein freudiges Ereigniss feiert der Ortsverein Bergisch Gladbach in 2004: Endlich nach - 99 Jahren! – besitzt er in der Jakobstraße 105 mit dem „Dr.Peter-Kentenich-Haus“ ein eigenes Gebäude.

Außerdem: Für langjähriges Wirken sind in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Männer und Frauen aus den Reihen des Ortsvereins in der unterschiedlichsten Weise ausgezeichnet worden – was in einer eigenen Rubrik in dieser Festschrift besonders herausgestellt wird.

Und – nicht zuletzt: Zum ersten Mal konnte im 100. Jubiläumsjahr eine 125 maliger Blutspender geehrt werden; er kam zwar nicht aus der Kreisstadt selbst, aber aus dem benachbarten Odenthal, dem „grünen Schatzkästlein des rheinisch-bergischen Landes“, dem Bergisch Gladbach in seiner Geschichte – besonders im Einsatz für den Altenberger Dom – eng verbunden war und ist.


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Nach den Flugzeugsabstürzen in Ramstein und Remscheid taucht ein neuen Problem auf: Wie hilft man den Helfern, die bei solchen Einsätzen unter extrem hohen Druck stehen und Schreckliche ansehen müssen?

Ein Aspekt , der in jüngster Zeit nach der Erdbebenflut vom 26. Dezember 2004 im Indischen Ozean wieder stark berücksichtigt werden mußte.

Juni. Das NRK Velsen/Ijmuiden lädt zu seiner 75-Jahr-Feier ein.

August. Nach dem schweren Erdbeben in Armenien benennt der OV Gladbach zwei Helfer im Einsatz in der Armenienhilfe. Sie erleben vom 20.8. bis 16.9. Bilder der Zerstörung und errichten mit der ersten Gruppe der Aufbauhilfe 71 von 500 geplanten Holzhütten, die vor dem Winter für die obdachlos gewordenen Bevölkerung bezugsfertig sein müssen. Die Helfer sind selbst in Behelfshäusern und Wohncontainern untergebracht. Der DRK-Helfer Jochen Brand, von der Bundeswehr dafür freigestellt, berichtet über den Flug des Einsatztrupps Köln-Moskau-Eriwan und die ersten vier Wochen in dieser Aktion: „Die Verpflegung wurde aus Deutschland eingeflogen;“ dank der Dolmetscher habe es gute Kontakte zur Bevölkerung gegeben, teils auch mit „Händen und Füßen“; die Fachleute der Herstellerfirma seien vor Ort gewesen, die Bevölkerung habe tatkräftig beim Aufbauen mitgeholfen; die Kameradschaft der Helfer untereinander sei hervorragend zu nennen – wie das Essen aus der Feldküche, wenn gleich Sommertemparaturen bis 44 Grad die Helfer sehr belastet hätte. So habe man aber mal „eine andere Seite der Rotkreuz-Arbeit kennengelernt“. Insgesamt sechs Helfer vom Ortsverein werden ins Erdbebengebiet Armenien geschickt – als Feldkoch, Installateur, Elektriker und Schreiner, LKW- und Gabelstablerfahrer, Rechnungsführer mit insgesamt 4178 Einsatzstungen!
- Ein Helfer aus Bergisch Gladbach wird nach Warschau abgeordnet. Drei Wochen wirkt Karl Garzke dort als Lager und Magazinverwalter, um den immer stärker anschwellenden Strom von Ausreisewilligen zu versorgen.
Einige Beispiele für die Einsätze der Männer und Frauen aus dem OV Bergisch Gladbach:

September. Bahntransporte mit ausreisewilligen DDR-Bürgern müssen in Passau übernommen und in die Auffanglager Gießen und Schöppingen weitergeleitet werden. Dabei gibt es organisatorische Probleme. Trotzdem werden die DDR Flüchtling auf dem Passauer Bahnhof mit einer Kaltverpflegung und erhalten alles nötige für die Weiterfahrt. Die Begrüßung und Begleitung wird mit sachgemäßer Information der Ankömmlinge als eine schöne Aufgaben des DRK empfunden; u.a. erhalten die DDR-Bürger Kartematerial, damit sie sich in der Bundesrepublik geographisch orientieren können.

November. Zehn Helfer aus der Kreisstadt rücken zu wechselnden Einsätzen nach Meckenheim Merl aus. Die DRK-Bundesschule hatte ihr gesamte Ausbildungstätigkeit abgebrochen und ihre Häuser zur Notaufnahme von insgesamt 1828 Übersiedlern mit je 4-8 Tagen Aufenthalt eingerichtet; sogar in der Kfz-Halle hatten 800 Betten gestanden. Nun kann sie geräumt werden.

November. Die Stadt kann dem Wunsch des Ortsvereins nicht entsprechen, für die Küche in der Schule Katterbach noch einen längeren Mietvertrag abzuschließen, gestattet aber deren vorläufige Nutzung durch das DRK. In den nächsten zwei Jahren werde sich entscheiden, dort ein Museum (das heutige Schulmuseum/Sammlung Cüppers) einzurichten.
November. Der Ortsverein beschließt, daß ehemalige DDR-Bürger, die dort längere Zeit im Roten Kreuz aktiv waren, bei nachgewiesener Jubiläumsjahren auch in der JHV geehrt werden.

Dezember. Die Ausreisewelle aus dem Osten erfordert recht kuriose Einsätze. Mehrere Wochen lang sind die Schiffe MS-Ursula und MS-Diana auf dem Rhein bei Düsseldorf mit Flüchtlingen belegt, insgesamt rund 170 DDR Bürger warten dort ein bis zwei Wochen bis sie Papiere bekommen haben und auf die Städte verteilt werden. Zwei Gladbacher Helfer sind als Lagerleiter eingesetzt. Sie berichten von dem anstrengendem Dienst mit teilweisen erschreckenden Erlebnissen. Siehe Bericht Seite ....)
Dezember. Der Frauenarbeitskreis verteilt diesmal 129 Weihnachtspakete, bedenkt auch die Aus- und Übersiedler in den Containerwohnungen in Gladbach. Eine extra Aktion für Kinder löst viel Freude aus. Auch in den folgenden Jahren wird für die z. T. sehr armen Menschen, die auf ihrer Flucht kaum etwas mitgebracht haben, das Nötigste gesammelt.

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Seit dem 8. Dezember 1989 bis 14. Juli 1990 wird die Bundesschule in Meckenheim -Merl erneut Durchgangslager für über 300 Rußlanddeutsche, Polen und Rumänen. Jüngere Leute sprechen nicht mehr Deutsch. Die Menschen sind oft krank. Alle RK-Einheiten sind im Einsatz. Pfarrer kümmern sich um 2450 Aussiedler, die im Durchschnitt 24 Tage verweilen. 195.000 Essens-Portionen werden ausgegeben. Klaus Burbach steht der Bundesschule fünf Monate lang als Fahrer und Helfer für alle Dienste zur Verfügung.

August. Nach gründlicher Renovierung kann die DRK-Bundesschule den Betrieb endgültig wieder aufnehmen.

- Im OV Gladbach wird die Betreuung von Aus- und Übersiedlern ebenfalls zu einer zentralen Aufgabe.
- Zwei Helfer werden zur Betreuung von rumänischen Übersiedlern im Übergangslager in Ost-Berlin abgestellt: Christian Praedel und ???????

Dezember. „Rußlandhilfe“: Der OV Bergisch Gladbach hat dank eines Spendenertrag von 73.500 DM 1.400 Pakete mit Lebensmitteln bis zu 10 kg zur Linderung der Not mit weiteren 500 Paketen aus der Bevölkerung zur zentralen Weiterleitung und Verteilung nach Meckenheim-Merl gebracht. Zwei Helfer, Herbert Sens und Ulrich Wodtke, begleiten 300 Tonnen Hilfgüter nach Smolensk. In der nächsten Jahreshauptversammlung berichten die Helfer über ihre vielen Auslandseinsätze. – Insgesamt wurden bei der Aktion Rußlandhilfe vom DRK Bergisch Gladbach 85.000 DM gesammelt, wovon der Stadt eine Scheck über 12.500 DM als Hilfe für die Sowjetunion bereitgestellt werden konnte.


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Januar. Es werden wieder 5.000 Pakete, davon 200 aus der Bevölkerung, für Rußland bereitgestellt, 150 werden nach Litauen gebracht.

Februar. Ein Scheck über 13.500 DM wird als Spende des Ortsvereins der litauischen Stadt Marijampole zur Beschaffung von medizinischen Geräten und Medikamenten überreicht.

März. In Bergisch Gladbach will der DRK-Kreisverband einen Kindergarten übernehmen.

April. Der Frauenarbeitskreis berichtet, daß immer mehr spendewillige von den Blutspendeärzten aus medizinischen Gründen nicht zugelassen werden.

- Hilfsgüter nach Rußland, Rumänien und nun auch Bulgarien werden von den Gladbachern Helfern gezielt in Krankenhäusern, Alten und Kinderheimen gebracht.

November. Die Weihnachtspakete sind in Vorbereitung – wieder für die Aus-und Übersiedler aus aller Welt in den Containerwohnungen und Behelfsunterkünften. Zusätzlich werden die Familien in den Eisenbahnwaggons (Notunterkünfte Saalermühle neben der Eissporthalle) mit Lebensmittel und Bekleidung versorgt.

Dezember. Ein rührender Brief (vom 24.11.1991) erreicht das Rote Kreuz in Bergisch Gladbach: „Liebe Christliche! Es schreibt aus Rußland Weretschogina Anna, eine Lehrerin aus Dolinowka. Mit schwerem Herzen schaue ich jeden Tag an meine lieben Kinderchen. Wir haben alles zum anziehen, zum essen, aber haben nichts zum malen. So arm sind wir jetzt. Darum bitte ich, wenn es natürlich geht, uns zum Weihnachten ein Päckchen mit Fasermaler schicken. Sie haben alle große Phantasie und lieben sehr malen. Meine Kinder sind Anfangsschüler. Gestern sie mir gebeten, Gorbatschow einen Brief zu schreiben. Sie haben einen Wunsch, einmal in der Woche Bonbons zu essen (....). Es ist schwer, so einen Brief zu schreiben. Wir hoffen, daß es wird bald ein besseres Leben,“


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Immer noch leben Aussiedler und Asylbewerber in Notunterkünften. Das DRK leistet Hilfe bei einer Aufräumaktion im Asylantenheim an der Buchmühle. Die ehemalige Schule befindet sich in einem katastrophalen Zustand. Nach der Räumung und Umsiedlung der Bewohner in Übergangswohnungen in der Scheidtbachstraße wird das Gebäude saniert. Dort erhält die Volkshochschule der Kreisstadt ihr neue repräsentatives Zentrum.

Februar. Der Ortsverein stellt 2.000 DM für die Rumänienhilfe bereit. In Zusammenarbeit mit dem Verein „Hilfe für Rumänien“ in Kürten-Dürscheid werden die Hilfsgüter transportiert und im nächsten Jahrzehnt weitere ein bis zwei Fahrten pro Jahr durchgeführt.

März. –Vorsitzender Dr. Schmitz überreicht einen Scheck über 18.000 DM an den Vorsitzenden Walborg Schröder, Gesellschaft zur Förderung deutsch-russischer Beziehungen, Regionalverband Rhein-Ruhr. Später wird mit einer Liste über die Verwendung in Moskau und an anderen Orten als Dank dem DRK-Ortsverein ein Gemälde eines russischen Künstlers überreicht.

Mai. Die Krankentransporte des DRK-OV werden eingestellt. Die Kosten überstiegen die Einnahmen. Nach dem neuen Rettungsdienstgesetz dürfen Krankentransporte nur noch von der Feuerwehr ausgeführt werden.

Juni. Zehen Tage lang (16.-25.6) dauert die Begleitung eines Hilfsgütertransports nach Minsk/Weißrußland/Belorus). Nach Grodno werden Spenden aus der Pfarrei St. Nikolaus Bensberg für ein Priesterseminiar mitgenommen. 3.500 km ist die Reise lang. Die Auslandstransporte sind mit großem Aufwand für die Genehmigung durch den Zoll verbunden.

Juni. Mit Geräten und Lebensmitteln für Krankenhäuser und Kinderheim starten zu einer Achttagefahrt nach Rumänien wieder drei Fahrzeuge des OV, eine weiterer wird mit dem OV Wermelskirchen zusammen eingesetzt.

- Bei der starken Beanspruchung durch die weiten Fahrten nimmt im OV die Pflege der Fahrzeuge und Geräte, das Reparieren und Lackieren sowie die Wartung der Halle die Zeit der Mitglieder sehr in Anspruch. – Die DRK-Frauen melden 3.000 Stunden stille Einsätze bei Hauspflegen und Hausbesuchen. – Mühsam sind die Listensammlungen von Haus zu Haus.

Juli. Dreizehn ehrenamtliche Helfer aus den Ortsvereinen Gladbach, Overath und Wermelskirchen haben sich eine Woche Urlaub genommen, um wieder Hilfsgüter mit DRK-Fahrzeugen nach Weißrußland zu bringen. Ein weiterer Transport geht in einem Konvoi des Landesverbandes mit Rollstühlen und Babynahrung nach Rumänien.


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Rekordergebnis Kleidersammlung. Es bleibt nicht das einzige in diesem Jahr: Dank des beispielhaften Einsatzes von Schülern des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums (DBG), die 4.000 DM mehr als im Vorjahr gesammelt haben, und mit Hilfe des DRK-Sammlerinnen des OV erhöht sich das Ergebnis der Haus- und Straßensammlung auf über 25.000 DM.

Januar. Umzug des Ortsvereins in die Ferdinandstraße. Die Unterkunft wurden in Eigenleistung hergerichtet.
- Das JRK kümmert sich um Kinder von Übersiedlern und Asylbewerbern. Sie engagieren sich außerdem fleißig beim Verteilen der Tüten für die Kleidersammlung. 2000 Einsatzstunden.

Mai. Vom 19. bis 26. Mai begleiten Karl Garzke, Christian Praedel, Vorsitzender Dr. Gerhard Schmitz mit Frau Ina und Sohn Volker Schmitz einen Transport nach Rumänien.


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März. In der Jahreshauptversammlung dankt Vorsitzender Dr. Schmitz besonders den Helfern und Helferinnen, die bei der Übersiedlerhilfe in In- und Ausland tätig waren, und lobt das Jugenrotkreuz für deine tatkräftige Unterstützung der DRK-Arbeit.
- Die Mitgliederzahlen gehen zurück. Es ist dies seine allgemeine Erscheinung. Menschen binden sich nicht mehr so gerne an bestimmte Vereine.
- Der Frauenarbeitskreis schaut gerne einmal über den „dienstlichen Tellerrand“: Ausflüge werden mit „Bildungsmaßnahmen“ verbunden. Dazu gehören Fahrten ins Deutsche Röntgenmuseum in Remscheid –Lennep, zum Gästehaus der Bundesregierung auf dem Petersberg, nach Haus Schlesien im Siebengebirge mit seinen reichhaltigen Sammlungen zur Kulturgeschichte der ehemals deutschen Ostprovinz, zum Flughafen Wahn, nach Schloß Bensberg; sie besuchen das Hospiz in Lohmar, das Haus der Geschichte in Bonn und das „Haus der menschlicehn Begleitung“ in Bergisch Gladbach.
- Nach wie vor betreuen die Damen kulturelle Veranstaltungen, auch die Theateraufführungen im Nikolaus-Cusanus-Gymnasium und den Weihnachtsmarckt.
- Die Weihnachtspaketaktion an Bedürftige soll eingestellt werden, was allerdings nicht ganz konsequent geschieht. Nach Lage der Verhältnisse empfiehlt es sich, jetzt ganzjährige Hilfe für bestimmte Familien zu übernehmen.
- Die neue Unterkunft in der Ferdinandstraße wird nach unzähligen Arbeitseinsätzen der Helfer eingeweiht. Ein Teil der Räumlichkeiten ist an den Kreisverband und den Katastrophenschutz untervermietet worden.
- Das Deutsche Rote Kreuz hat einen neuen Präsidenten: Der Arzt und Parlamentarier Botho Prinz zu Sayn-Wittgenstein wird von dem Völkerrechtler Proffessor Dr. Knut Ipsen abgelöst.


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Die Zeiten ändern sich. Die Bundesregierung hat den Katastrophenschutz neu gegliedert. Dieser ist jetzt Aufgabe der Länder. Das DRK zieht in Erwägung, die bisherigen Einsatzeinheiten zu übernehmen. Das bedeutet, daß die multifunktionalen Einsatztrupps – Sanitätsgruppe, Betreuungsgruppe, Technik und Sicherheit – bei Schadensereignissen jeder Größenordnung die bereits bestehenden Orginisationsstrukturen der Rettungsdienste und der Feuerwehr unterstützen und den betroffenen Menschen jeweils gezielt helfen.
- Das Präsidium definiert ein Zukunftsprogramm für das DRK.
- Die Blutspendezentrale in Breitscheid will nicht mehr die Kosten für die Präsentkörbe an Jubiläumsspender übernehmen.. Die Ortsvereine sollen diese selbst tragen. Das DRK Bergisch Gladbach protestiert. Derzeit nehmen die Jubeläen drastisch zu. Inzwischen werden immer mehr 100malige Blutspender am Ort geehrt. Der erste aus dem Ortsverein der diese Zahl erreicht, ist Karl Garzke, seit 1964 Mitglied und in mehreren leitenden Funktionen bewährt.

April. Der DRK-Ortsverein Leichlingen schenkt dem OV Bergisch Gladbach einen Rettungswagen, den dieser mit Hilfsgütern nach Bosnien überführt.


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Januar. In diesem Jahr sind 16 Blutspendetermine vorgesehen an den vier Stellen : Am broich, Katterbach, Hand/Paffrath und Heidkamp. Eine Aufstellung der letzten zehn Jahre zeigt eine Spitze von 1.543 Spenden in 1990. Nach einem Tiefpunkt 1993 setzt wieder eine unglaubliche Steigerung ein – bis 1993 insgesamt 1.977 Spendenwillige erscheinen, unter diesen rund 200 Erstspendern.
- Die Einnahmen aus der jährlichen Altkleidersammlung sind ab diesem Jahr umsatzsteuerpflichtig.


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Die 1995 begonnene strategische Neuausrichtung des DRK erfordert im Hinblick auf die zukünftige Beanspruchung viele Schulungen und Seminare und führt auch zu einer Neugliederung im Ortsverein Bergisch Gladbach.
- Die Öffentlichkeitsarbeit gewinnt einen hohen Stellenwert. So präsentieren sich die Mitglieder des OV wieder beim Stadtfest im Herbst und sind am jährlich veranstalteten „Tag des Herzens“ der Deutschen Herzstiftung traditionell mit einem Stand im Bergischen Löwen vertreten.


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Der Ortsverein spendet den Schülern des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums, die ihren Sammeleifer in der letzten Zeit wiederum gesteigert hatten, für ihre langjährige Unterstützung der Haus- und Straßensammlung zum Schulfest eine frische Erbsensuppe aus der DRK Feldküche.
-..Steuerliche Veränderungen bei der Blutspende und die neue Lebensmittelhygieneverordnung erschweren die Durchführung der Blutspendetermine. Bei steigendem Bedarf an Blutkonserven erfordert das von den Helferinnen einen erhöhten technischen und organisatorischen Aufwand.
- Die Zahl der Blutspender steigt weiter. Allmählich scheinen die Empfänger von Blutkonserven wieder Vertrauen in die Sicherheit der Spenden zu gewinnen.
- Wie in den Vorjahren wird die Ehrung der Blutspender von den Helferinnen sorgfältig vorbereitet. Die Jubilare werden durch die Anwesenheit der Bürgermeisterin Maria Theresia Opladen besonders gewürdigt. Die Kreissparkasse Bergisch Gladbach hat es inzwischen übernommen, die Präsentkörbe zu stiften, die von KSK Direktor Hübsch übergeben werden.
- Die Vizevorsitzende Sylvia Zanders wird in den neuen Kreisvorstand als Beisitzerin gewählt. Es ist wünschenswert, den Kontakt zwischen DRK-Kreisverband und Ortsverein auszubauen und zu intensivieren.


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Der Senioren-Handarbeitskreis mit den letzten älteren Damen wir aufgelöst.

März. Für die Einrichtung einer Nähstube in Protnow/Litauen wird von den Gladbachern alles gesammelt, was für deren Ausstattung notwendig ist und ins Baltikum transportiert werden kann.
März. Das DRK-Familienbildungswerk des Kreisverbandes hat im Arbeitskreis Asyl St. Nikolaus Bensberg Deutschkurse für Ausländer angeboten. In Bergisch Gladbach finden diese im Wohnheim Mülheimer Straße statt. Dank der Mitfinanzierung des Ortsvereins gibt es auch Kurse in Moitzfeld und zusätzlich Angebote für Analphabeten. Durch die finanzielle Beteiligung, Kinderbetreuung, Handwerkerhilfe und Unterstützung bei Behördengängen können die DRK-Helfer einen großen Erfolg der Bemühungen melden.

- Der Ortsverein dankt Schulleiterin Dr. Orywall und Studiendirektor Gregor Lindlar für die großzügige Unterstützung der Schüler des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums bei der Haus- und Straßensammlung des Roten Kreuzes.
- Der Frauenarbeitskreis ist neben der Blutspende weiter im Theaterdienst , in der Betreuung von alten Mitbürgern und der weihnachtlichen Paketaktion engagiert.
- Die Kurse der Seniorengymnastik werden seit Jahren von Frau Stangier betreut.

August. Die Einsatzeinheit EE01 (Sanitätsgruppe) führt eine Großübung im Raum Altenberg durch. Von den 30 beteiligten Helfern kommen zwölf aus der Bergisch Gladbacher Bereitschaft.

Dezember. Seit Januar 1999 hat Frau Erika Sens alle Aufgaben im Sekretariat des Ortsvereins übernommen und ist gleichzeitig Schriftführerin des geschäftsführenden Vorstandes.
Dezember. Zur bevorstehenden Jahreswende 1999/2000 bereitet sich die gemischte Bereitschaft auf mögliche Einsätze vor.

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1.Januar. Für die Sylvesternacht war befürchtet worden, daß wegen des so genannten „Jahrtausendwechsels“ zahlreiche Einsätze notwendig würden. Nach einem Vorarlarm stehen 25 DRK-Helfer aus allen Bereitschaften zur Verfügung. Entgegen allen Erwartungen geht es ruhig zu.

März. Die Straßensammlung (16.3.) für die Überflutungsopfer in Westafrika ist nicht besonders gut ausgefallen. Wer genau eigentlich der Empfänger dieser Spenden sein soll, ist bisher nicht bekannt. Der DRK-Ortsverein will nachforschen.
- Neu eingesetzt wird der „Blutspende-Bus“ vor der Berufsschule in Heidkamp.
- An der Blutspender-Ehrung nimmt in diesem Jahr Landrat Norbert Mörs teil.
- Erneut wird die Fusion der Ortsvereine Bensberg/Refrath und Bergisch Gladbach zur Diskussion gestellt, diesmal von den Bereitschaftsführern Ulrich Mombauer (Bensberg/Refrath) und Guido Meyer (Bergisch Gladbach). Nach Abwägung der Vor- und Nachteile einer Zusammenlegung in den Bereitschaften, wird sie von den Vorständen jedoch nicht weiter verfolgt.
- Der Mietvertrag für die Ferdinandstraße 39 läuft zum 30.10.2003 aus. Sie Suche nach einer neuen Unterkunft beginnt.


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Mai. Katatrophenschutz-Übung mit der Feuerwehr: Ein vermißtes Flugzeug soll über Wermelskirchen abgestürzt sein.
- In Leichlingen wir die Suche nach einem vermißten Rentner in der Wupper von den Rotkreuzlern unterstützt.
- In Bezug auf die vorhandenen Unterkünfte, Geräte und die Effektivität von Einsätzen werden Möglichkeiten einer Zusammenarbeit des OV Bergisch Gladbach mit dem OV Bensberg/Refrath oder dem Kreisverband auch in diesem Jahr wieder diskutiert.
- DieVerwaltung des Beitragseinzugs der fördernden Mitglieder geht vom Kreisverband auf den Ortsverein über. Dieser will hinfort den Kontakt zu den Fördernden besonders pflegen.


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Die wirtschaftliche Situation im DRK-Kreisverband bleibt schwierig. Personelle Veränderungen dort erfordern viel persönliches Engagement aller Ortsvereinsvorstände. Das Thema einer eigenen Mitgliedschaft im Kreisverband wird besprochen.

Februar. Der DRK-Blutspendedienst Nordrhein-Westfalen feiert sein 50jähriges Bestehen. Frau Gohrbandt nimmt mit 12 Helferinnen und dem OV-Vorsitzenden am Festakt in den Düsseldorfer Rheinterrassen mit anschließendem wissenschaftlichen Symposium teil.

März. Die DRK-Blutspenderehrung erfolgt diesmal durch den Bundestagsabgeordneten Wolfgang Bosbach, Bergisch Gladbach. 2.388 Spendenwillige waren zu den Terminen des letzten Jahres erschienen, 2.177 Konserven konnten gewonnen werden. Die Zahl der Erstspender stieg auf 245. Vier Spender die bereits 100 mal „zur Ader gelassen“ wurden, werden besonders gewürdigt.

April. Bei der Haus- und Straßensammlung werden die Helfer des DRK wie bisher von den Schülern des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums, nun auch von den Schülerinnen und Schülern des Nikolaus-Cusanus-Gymnasiums unterstützt.

- Pläne für eine neue Unterkunft werden durchgespielt. Ein gemeinsame Unterbringung mit dem OV Bensberg/Refrath wird ebenso verworfen wie ein gemeinsames Dach mit dem Kreisverband.
- Der Vorstand des OV Leichlingen dankt den Gladbachern für die Unterstützung der Feierlichkeiten zu seiner 100-Jahr-Feier.

August. Bei der Hochwasserkatastrophe an der Elbe (19. bis 25.8.) sind 35 Helfer aus dem Kreisgebiet, davon sieben Mitglieder des Ortsvereins, in Stendal im Einsatz. Im Herbst dankt Bundesinnenminister Otto Schily mit einer Urkunde (ohne Datum) für die Hilfen bei diesem dramatischen Ereignis mitten in Deutschland.

Dezember. Gemeinsam feiern sie nach wieder einsatzreichen zwölf Monaten den Jahresabschluß im Gladbacher Fürstenhof: Der Frauenarbeitskreis, das Jugendrotkreuz und die gemischte Bereitschaft.


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März. Eine neue Unterkunft ist gefunden: Der Ortsverein kann das Haus Jakobstraße 105 käuflich erwerben. Der Umbau beginnt: Umgestaltung des Wohnhauses, Einrichtung von sechs Garagen und eines Hallentraktes zur Unterbringung derGemeinschaftsräume und der Küche durch die Graner Consulting. Die Mitglieder des Ortsvereins leisten darüber hinaus viele ehrenamtliche Einsatzstunden beim Umzug und der Einrichtung des neuen Domizils.

April. Jahreshauptversammlung mit Vorstandswahlen (10.4.). Der erste Vorsitzende Dr. Schmitz möchte nicht wieder kandidieren. Dr. med. Ralph Laske wird einstimmig zu seinem Nachfolger gewählt. Dr. Gerhard Schmitz danken die Mitglieder mit der Ernennung zum Ehrenvorsitzenden für sein jahrzehntelanges Engagement.
- Die weiteren Ergebnisse der Vorstandswahlen: Robert Moritz übernimmt nach Rücktritt von Elke Breuer die Leitung des JRK. Sylvia Zanders als stellvertretende Vorsitzende und Norbert Wingensiefen als Schatzmeister stehen weiter zur Verfügung. Dominik Fabritius wird neuer Beisitzer. Hanni Gohrbandt als Leiterin des Frauenarbeitskreises, Guido Meyer als Leiter der gemischten Bereitschaft und Erika Sens als Schriftführerin gehören dem erweiterten Vorstand an.


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Mai. Mit einer Feier und Enthüllung der Namenstafel wird das neue „Dr.Peter-Kentenich-Haus“ offiziell übernommen. Die Weihe der Räume hat Pater Jean Bawin SDS übernommen. Vorsitzender Dr. Laske begrüßt unter den Gästen Dr. med. Renate Kentenich, die Tochter des Namensgebers, sowie die Vertreter der am Bau beteiligten Unternehmen (Architekten Graner und Partner, Firma Menk und Irrgang), ferner das JRK und die Mitglieder, die zum Gelingen der Feier beigetragen haben. Mit diesem Haus hat der Ortsverein Bergisch Gladbach erstmals eine eigene würdige Heimstätte. Sie bietet der örtlichen Arbeit eine gute Perspektive für die Zukunft. Mit Bedacht hatte der Vorstand den Festakt in den Mai verlegt. Seit 1948 wurde der 8. Mai als Geburtstag des Gründers Henry Dunant (2003 vor 175 Jahren) als „Internationalen Rotkreuztag“ von allen nationalen Gesellschaften des Roten Kreuzes festlich begangen, 1984 umbenannt in „Rotkreuz- und Rothalbmondtag“. So stand die Einweihung der neuen Unterkunft Jakobstraße 105 auch in der Erinnerung an diese Datum.

Weltweiter Einsatz von Hilforganisationen nach der Flutkatastrophe im Indischen Ozean, ausgelöst von einem „Tsunami“, Seebeben der Magnitude 8,9 am 2. Weihnachtstag (26. Dezember). Die Internationale Föderation vom Roten Kreuz in Genf koordiniert die Hilfsmaßnahmen aller Welt für die Opfer, deren Zahl nach und nach mit rund 300.000 angegeben wird. – In der Gladbacher Fußgängerzone sammeln 27 Helfer des DRK aus dem gesamten Kreisgebiet über 3.300 Euro zur Unterstützung der Hilfsaktionen.


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Die nationalen Rotkreuzgesellschaften werden vom IKRK gezielt um Unterstützung für den Wiederaufbau und die notwendige Langzeithilfe in Südostasien angesprochen.

Januar. DRK Präsident Rudolf Seiters dankt den deutschen Bürgern für die überwältigende Spendenbereitschaft für die Flutopferhilfe und die Sanierung der betroffenen Landstriche vor allem in Indonesien. Beim Roten Kreuz seien an einem einzigen Tag 12,5 Mio. Euro eingegangen. Es sei allerdings nicht möglich, die vielen Meldungen von freiwilligen Helfern und Ärzten zu berücksichtigen, die in Südostasien praktische Hilfe leisten wollen. Für Katastrophenhilfe und den späteren Wiederaufbau bedürfe es einer mehrjährigen speziellen Ausbildung. Präsident Seiters vesichert aber auch, daß in keinem Fall für die Einsätze in den überfluteten Gebieten am Indischen Ozean Gelder verwendet würden, die für die übrigen notleidenden Regionen in der Welt bestimmt seien. Diese schienen derzeit fast vergessen, doch das Rote Kreuz werde nach wie vor mit aller Kraft Hilfe leisten.

März. Über einen herausragenden Rekord in mitmenschlicher Hilfeleistung freut sich auch der Ortsverein in seinem 100.Jubiläumsjahr: Er feiert das erste Mal einen 125maligen Blutspender! Es ist Gerhard Purkhardt aus Odenthal, der bei der jährlichen Ehrung unter insgesamt 37 Jubilarspendern durch den Vorsitzenden Dr. Ralph Laske besonders gewürdigt wird für mehr als 60 Liter Blut, die er zur Rettung von Leben und Gesundheit von Unfallopfern, Transplantationspatienten und Schwerkranken geopfert hat.

Kontakt

DRK Ortsverein
Bergisch Gladbach e.V.
Jakobstraße 105
51465 Bergisch Gladbach
Tel.: 02202 21685
Fax: 02202 22138
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