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1945- 1955

1945- 1955
Ein Jahrzehnt unter Besatzungsmacht

1945 bis 1955: Aus tiefer Not zu neuem Beginnen
Noch länger als Deutschland nach dem ersten Weltkrieg blieb der 1949 gegründeten
Bundesrepublik Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg die staatliche Souveränität
vorbehalten. Erst im Rahmen der „Pariser Verträge“ konnte am 5. Mai 1955 der
„Deutschlandvertrag“ mit dem Protokoll über die Beendigung des Besatzungsregimes in
Kraft treten. Gleichzeitig wurde die Bundesrepublik Mitglied des Nordatlantikpakts und
der Westeuropäischen Union.

Bis im Jahr 1956 das Deutsche Rote Kreuz als Bundesinstitution wieder anerkannt
worden war, hatten seine Einrichtungen auf Landes-, Kreis- und Ortsebene unter kaum
vorstellbaren Bedingungen von Not und Elend ihre Arbeit aufgenommen - wenn auch
unter massiven Einschränkungen und Abstimmungen mit der Militärregierung. Es ist
kaum Material vorhanden. Zu den hier bereits seit Jahren lebenden Bombenflüchtlingen
mußten nun auch die Flüchtlinge und Vertriebenen aus den deutschen Ostprovinzen
untergebracht, versorgt und ernährt werden. Alle Einheiten des Roten Kreuzes in
Gladbach stehen unter Hochdruck. Spenden ausländischer Hilfsorganisationen werden
verteilt.

Angesichts des wachsenden Verkehrs beginnt die Breitenausbildung in Erster Hilfe
Als eine völlig neue Aufgabe wird dem Roten Kreuz als alleinigem Träger der
Suchdienst zugeteilt: Die Klärung von Vermißtenschicksalen von
Wehrmachtsangehörigen und von Zivilvermißten aus Kriegsfolgen. Die
Unterbringungsverhältnisse des DRK sind desolat.

Nach und nach müssen sich die zivilen Verwaltungen und Organisationen mit früher
unvorstellbaren Aufgabengebieten befassen, so z.B. Lastenausgleich und die durch den
raschen Bevölkerungsanstieg riesigen Planungs-, Bau- und Infrastruktur- sowie sozialen
und Gesundheitsmaßnahmen, etwa Wohnungs-, Straßen-, Schul- und Krankenausbau.
Das bürgerliche Leben normalisierte sich mit kirchlichen, sportlichen und geselligen
Ereignissen, mit Karneval und wirtschaftlichen Aufschwung.


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Eine erste Quelle nach dem II. Weltkrieg findet sich im Dezember, als der inzwischen
schon wieder bestehende Landesverband des DRK Nordrhein allen DRK-Kreisstellen
mitteilt:

- Die britischen „Control Commission for Germany“ hat einheitliche Richtlinien für
künftige RK-Satzungen genehmigt. Diese sehen eine Umbildung der „Kreisstellen“
in selbstständige Kreisverbände vor. Die Gliederung in m und w Bereitschaften
bleibt bestehen.

- Dienstgrad und Rangabzeichen sind vorläufig abgeschafft.

- Ausbildungsabende müssen beim Oberbürgermeister oder Landrat angemeldet
werden.

- Da die bisherigen Kreisstellen mit keinerlei überörtlichen Zuschüssen rechnen
können, sollen sie selbst den Einzug der Mitgliedsbeiträge sicherstellen. Der
Mindestbeitrag soll weiterhin 3 RM betragen, davon gehen 25 % an den
Landesverband.

- Es sollen keine ehemaligen Aktivisten der NSDAP aufgenommen werden; wer
bisher schon dem DRK angehörten, darf bleiben. Zur Überprüfung sämtlicher DRK-
Angehöriger hat die Militärregierung einem Fragebogen zugestimmt.

- Lt. Verfügung der Reichsbank gilt das Vermögen des DRK als nicht beschlagnahmt.


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Mit den Namen „Fräulein Ardelt“ und „Frau Bock“ beginnt im Januar der Neuanfang in
Bergisch Gladbach nach Aufforderung durch die Militärregierung. Da alle bisherigen
Dokumente verschwunden sind, wird eine Werbeaktion gestartet, bei der über 400
Mitglieder gewonnen werden. So wird die offizielle Gründerversammlung auf den 23.
Januar 1947 einberufen. Vorsitzender wird Dr. Zimmermann.

Juli. Zur ersten Versammlung der RK-Männer nach dem Krieg hat Landrat Heuser als
Beauftragter der Militärregierung den früheren Bereitschaftsführer Peter Müller
veranlaßt, die Kameraden der Bereitschaften I und II (Gl./Odenthal) einzuberufen.
Sieben aktive und inaktive Männer aus Gladbach und zwei aus Odenthal finden sich ein
(7.Juli), gedenken der Gefallenen und Verstorbenen und wählen Peter Müller wieder
zum Vorsitzenden. Der Beitrag wird auf 0,50 RM festgesetzt. Die alten Uniformen
dürfen – ohne Rangabzeichen – bis auf weiteres getragen werden. Kreisarzt Dr.
Nettersheim hatte als Beauftragter des Landrats an einer Tagung der Kreisführer der
Nordrheinprovinz teilgenommen und berichtet über neue Richtlinien, die dort
vorgestellt worden waren.


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Die praktische Arbeit des Roten Kreuzes nach dem Ende des II.Weltkriegs beginnt in
der rheinisch-bergischen Kreisstadt da, wo die Not am größten ist, in den
Flüchtlingslagern – und dies, obgleich die Lebensmittelversorgung der gesamten
deutschen Bevölkerung die schlechteste aller bisherigen Jahre ist. Ortsverein und
Bereitschaften betreuen gemeinsam die über 4.000 Flüchtlingen in Bergisch Gladbach –
bis nach und nach in den folgenden Jahren eigene Wohnräume geschaffen werden.
Auch ein Altersheim erfordert im Rahmen der Flüchtlingshilfe pflegerischen Einsatz.
In Wipperfürth ist ein großes Rückführungs-Sammellager eingerichtet worden. Hiesige
Schwesternhelferinnen sind dort im Einsatz.

März. Für 500 Flüchtlingskinder haben die Quäker zusammen mit allen bestehenden
Hilfsgemeinschaften eine vierwöchige Kinderspeisung gestiftet.

Mai. Die Nähstube des DRK arbeitet unter Hochdruck, um aus Spenden und Resten von
Stoffen, aus Strick und Häkelwaren Kleidung herzustellen für die Ostflüchtlinge.
Juni. Die w. Bereitschaft ist eingebunden in den Gesundheitsdienst der Behörden mit
ehrenamtlicher Hilfe bei Impfterminen und Mütterberatungen, auch mit
Urlaubsvertretungen in Krankenhäusern.


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Mai. Vor der Währungsreform: Die Beschaffung von Verbandsmaterial für die Einsätze
der Kameraden ist so schwierig, daß das vorhandene Material „nur in äußersten
Notfällen gebraucht“ werden soll. Die Anforderungen, Sanitäter zu stellen, kommen
schon von allen Seiten: Für Wachen in den Freibädern, bei Schützenfesten, beim
Reiterfest in Herrenstrunden, im Theater, in Kinos, bei Zirkusspielen, beim SV 09 und
anderen Sportvereinen, beim großen Turnfest, das für den Herbst 1949 vorbereitet wird.


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September. Laut Militärregierung ist es nach wie vor strikt verboten, Rangabzeichen
früherer Dienstgrade an Mützen oder Schulterklappen zu tragen; nur das einfache Rote
Kreuz an der Mütze als Kennzeichen ist gestattet. Übungen können nur in Abstimmung
mit dem britischen Kreiskommandanten angehalten werden.

Dezember. Da die Bereitschaft nicht mehr über einen Krankenwagen verfügt, müssen
die meisten Unfalltransporte mit der Feuerwehr oder Privatwagen ausgeführt werden.
Wegen der langen Arbeitszeiten in den Betrieben sind die Lehrgänge der Bereitschaft
schlecht besucht. Sie hat derzeit 32 aktive Mitglieder.


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Januar. Der OV meldet beim Kreisverband ein Bedarf von 30 kompletten Uniformen
an. Auch an Verbandsmaterial und Schienen ist nichts mehr vorhanden.

März. Bei Wiederbelebungsversuchen an dem vor etwa 14 Tagen ertrunkenen
belgischen Besatzungsangehörigen in der städtischen Badeanstalt hat sich das Fehlen
eines Pool-Motors stark bemerkbar gemacht. OV-Vorsitzender Stadtdirektor Dr.
Kentenich veranlaßt dessen sofortige einsatzfähige Herrichtung, auch des
Sauerstoffgeräts der Feuerwehr.

April. Ehrenvorsitzender Dr. Zimmermann wird für seine 50 jähriges Ortsjubiläum
geehrt.

Oktober. Erstmals wird in einem Vortrag über Blutspende gesprochen. Zehn
Kameraden werden für einen zu bildenden Katastrophentrupp abgestellt.


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Die Spenden ausländische Hilfsorganisationen haben nachgelassen. Die deutsche
Wirtschaft erholt sich langsam. Aber es treffen noch 12 Care-Pakete ein sowie eine
Textilspende und 880 Zigaretten aus Schweden. Die Liebesgaben werden an
Flüchtlinge, Heimkehrer und Hilfsbedürftige verteilt.

Von der Militärregierung wird dem Deutschen Roten Kreuz als alleiniger Träger des
Suchdienstes eine weitere große Aufgaben zugeteilt: Die Vermißtenschicksale von
Wehrmachtsangehörigen zu klären. Die Zentrale in München hat Vermißtenlisten
aufgestellt. Die Kreisnachforschungsstelle in BergischGladbach verfügt über 142
Vermißtenbildlisten mit 1,2 Millionen Bildern sowie 8 Listen aus den
Kriegsgefangenenlagern der UdSSR. Innerhalb der nächsten vier Jahre sollen 18.000
Heimkehrer im Kreisgebiet von RK-Angehörigen besucht und nach vermißten
Kameraden befragt werden. Gemeldet sind hier noch 4.500 vermißte
Wehrmachtsangehörige.
Angesichts des wachsenden Verkehrs wächst auch die Notwendigkeit, als Helfer in der
Not nicht mehr nur gut ausgebildete Sanitäter zu haben, sondern breite
Bevölkerungskreise in Erster Hilfe zu unterrichten. Für diese Kurse müssen Ausbilder
herangebildet werden.

Mai. Wegen unzureichender Raumverhältnisse will der OV eine Baracke kaufen und
diese bei der Feuerwehr aufstellen.

September. Den Rotkreuzlern wird die von Margrete Zanders gestiftete neue Sauna
vorgestellt.

September. Es ist soweit: Es gibt neue Dienstgradabzeichen. Sie können beim
Kreisverband angefordert werden.

Oktober. Kreisvorsitzender Oberkreisdirektor Dr. Hagemann teilt mit, daß der Erlös der
diesjährigen DRK-Sammlung in erster Linie für die Ausstattung und Ausrüstung der
Bereitschaften und Züge verwendet werden soll. Durch die Kriegseinwirkung und
Nachkriegsereignisse ist kaum noch Bekleidung vorhanden. Vordringlich müssen
Uniformhemden für die Männer sowie Trachten und Hauben für die w Bereitschaft
angeschafft werden.


Oktober. OV meldet an KV: In Bergisch Gladbach gibt es 35 Unfallhilfsstellen. In der
Regel sind sie ausgerüstet mit 1 (!) Mullbinde und 1 (!) Verbandspäckchen. O-Ton: „Es
ist auch nicht zu verantworten, wenn unsere Männer mit Pappkarton und Zigarrenkiste
zu Hilfe eilen.“ (Sechs Jahre schon ist der Krieg vorbei, drei Jahre die
Währungsreform!). Vom Kreisverband werden Verbandmaterial und „ordentliche
Koppeltaschen“ erbeten.

Oktober. Neu aufgebaut wird im Laufe des Jahres unter der Leitung von Hildegard
Gehring das Jugendrotkreuz. Die Jugendlichen trainieren und beteiligen sich an erste
Hilfe Kursen in Gladbacher Schulen, üben in Schminkkursen die realistische
Unfalldarstellung, pflegen in Gruppenstunden gemeinschaftliches Singen und Spielen
und suchen auf Fahrten Begegnungen im benachbarten Grenzland (Holland und
Belgien).

- Das JRK hängt an verschiedenen Stellen in der Stadt „Kummerkästen“ auf und
übernimmt de erbetenen Hilfeleistungen wie Einkaufen, kleine Botengänge,
Schreibangelegenheiten, Kohlen holen, Asche und Mülleimer entsorgen. Aus
solchen Dienstleistungen erfolgt oftmals eine Betreuung älterer und hilfsbedürftiger
Mitmenschen über Jahre hinaus.

- Als Vertreter des JRK Bergisch Gladbach nimmt Gerhard Schmitz 1955 in einer
Abordnung der Bundesrepublik Deutschland an einem Treffen des internationalen
Jugendrotkreuzes in Dubrovnik/Jugoslawien teil. Im Auftrag des Gladbacher
Stadtjugendrings besuchen Jugendgruppenleiter die Partnerstadt Luton in England.


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Richtlinien der Militärbehörde bringen Klärungen für den Status des DRK. Danach sind
die Landesverbände in der britischen Zone rechtsfähig und besitzen die Rechte einer
„milden Stiftung“. Aufsicht über die DRK Organisationen führen auf den jeweiligen
Ebenen:

- Die britische Militärregierung

- Die Oberpräsidenten

- Die Ministerpräsidenten und Bürgermeister der Freien Hansestädte.

- Die Schwesternschaften des Roten Kreuzes unterstehen unmittelbar den
Landesverbänden. Die Oberin der Mutterhäuser ernennt der Präsident des
Landesverbands im Einvernehmen mit dem Beirat der Schwesternschaften.


Der Kreisverband erinnert den OV, daß die Prüfungsbescheinigungen der Bereitschafts-,
Zug- und Gruppenführer dem Landesverband zur Bestätigung vorgelegt werden
müssen. Es werden aber nur solche Prüfungen anerkannt, die vor einer durch den
Preußischen Landesverein des Roten Kreuzes oder den Provizialverein eingesetzten
Kommision oder in der früheren Landesführerschule in Hoffnungsthal abgelegt worden
sind. („Der Sommerberg“ in Rösrath-Hoffnungsthal) vor dem Krieg Führungsschule des
Roten Kreuzes, wurde im II. Weltkrieg Lazsrett, nach Kriegsende einen überörtlichen
Lungenheilstätt. Die Oberschwester Hedwig Schöneshöfer war bis 1959 Leiterin der
Frauenarbeit im DRK-Kreisverband/Vorsitz Kreisdirektor Heinz Linder. In den 60er
Jahren begannen Verhandlungen des Landesverbandes des Roten Kreuzes, die 1972 mit
dem Verkauf des Sommerbergs an die Arbeiterwohlfahrt abgeschlossen wurden.

(Auskunft von Erwin Schiffbauer, ehem. Bürgermeister von Rösrath).


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Welche Forderungen können wir an den DRK-Führer stellen? Betitelt der
Landesverband eine Vorlage, die er den nachgeordneten Einheiten dringend zur
Beachtung empfiehlt.

- Er muß nicht nur die Geschichte des Roten Kreuzes und der Genfer Konventionen
kennen, alle theoretischen und praktischen Kenntnisse des Sanitätsdienste
beherrschen, es heiß auch:

- Der Bereitschaftsführer muß über eine gewisse Schriftgewandtheit verfügen und
durch seine Person und Sachkenntnisse sowie seine menschlichen Eigenschaften die
Gewähr dafür bieten, daß er die Bereitschaftsmitglieder zur
Verantwortungsfreudigkeit zu erziehen in der Lage ist.

März. Der Innenminister des Landes NRW teilt mit, daß zur Alarmierung der
Einsatzeinheiten einheitliche Alarmzeichen durch Luftschutzgeräte eingeführt werden;
zum Zwecke der Abwehr von Gefahren, die durch Feuer, Explosionen, Unglücksfälle
oder Naturereignisse entstehen können. In diesem Fall müssen sich die
Verantwortlichen in den Gemeinden des Rheinisch Bergischen Kreises unverzüglich bei
der Kreisverwaltung einfinden, um die notwendigen Maßnahmen abzustimmen, ordnet
der Oberkreisdirektor als untere staatliche Verwaltungsbehörde an.

Mai. Da sämtliche Personalakten vor dem Einrücken der Amerikaner (April 1945)
vernichtet worden sind, müssen neue Akten angelegt werden. Hierzu sollen alle
Kameraden Lebenslauf und politisches Führungszeugnis beibringen.

- Die Bereitschaft schlägt dem Ortsverband vor, sich im Vorstand für die Parität von
Männern und Frauen einzusetzen.


November: An den Totengedenkfeiern nehmen Abordnungen des DRK teil. Auf dem
katholischen Friedhof (1.11.) hält Stadtdirektor Dr. Kentenich die Gedenkrede, auf dem
evangelischen (22.11.) spricht Pfarrer Dr. Dr. Helmut Hochstetter zur Totenehrung.

November. In der alten evangelischen Schule ist der Bereitschaft ein Raum angeboten
worden. Er wird bis Jahresende noch von der Berufsschule genutzt. Der nach dem
Auszug der Kreishandwerkschaft zurückgelassene Ofen wird von den Rotkreuzlern
dankbar übernommen.

Dezember. Ein lange bestelltes Sanitätszelt 3 x 3 Meter ist ausgeliefert worden und soll
der Bevölkerung vorgestellt werden.


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Januar. An der Mitgliederversammlung der Bereitschaft nehmen auch 20 Kameraden
aus Odenthal teil.

Januar. Mit einem „Gläbbich Alaaf“ verspricht die Bereitschaft die Übernahme des
Sanitätsdienstes am Gladbacher Karnevalsdienstagszug am 2. März. Viele Jahre später
wird er auf den Sonntag verlegt, weil die Gladbacher Industrie die Arbeitsausfälle nicht
mehr verkraften kann.

März: Der OKD gibt bekannt, daß ab sofort die Alarmzeichen für Feuer- und
Katastropheneinsätze über die Luftschutzsirenen erfolgen.

März. Das katholische Männerwerk bittet um Begleitung der Männerwallfahrt von den
St. Nikolauskirche in Bensberg zur St. Marien-Kirche in Gronau.

Mai. Der Motoraportclub Paffrath richtet den „1.Paffrather Geländekurs“ aus, bittet um
Betreuung und um ein Zelt zum Schlafen der bewachenden Helfer.

Mai. Der Kreisverband teilt mit, daß erstmals seit 1945 wieder Auszeichnungsborten
verliehen werden. Die Anerkennung für 25- oder mehrjährige Tätigkeit durch
Ehrennadeln und Urkunden erfolgten durch den Landesverband, die Aushändigung
durch den Kreisvorsitzenden. Anträge sind einzureichen.

November. Bei der Ratsapotheke bestellt die Bereitschaft: 3 Flaschen Sagrotan, 20
Fläschchen Baldriantinktur a`20 gr., 20 Fläschchen a` 20 gr Hoffmannstropfen.

Dezember. Der OV führt eine umfangreiche Befragung bei Zivilheimkehrern durch, um
Vermißtenschicksale zu klären. Da die öffentliche Heimkehrerbefragung ohne allzu
großen Erfolg verläuft, wollen sich die Rotkreuzler durch persönliche Rücksprache in
die Aktion einschalten.


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Juli. Die sparsame Männerbereitschaft verwendet immer noch Schreibpapier mit dem
Briefkopf „Sanitätskolonne“. Ihr 50 jähriges Bestehen will sie bescheiden feiern mit
einem Ausflug an die Mosel und einen Familienkaffee. Zwei Mitbegründer sind noch
aktiv: Ehrenvorsitzender Dr. Zimmermann und Gruppenführer Josef Hoffmann. Auch
Mitbegründer Vogel aus Köln-Mülheim wird eingeladen.

August. BM Weig und Stadtdirektor Dr. Kentenich danken brieflich dem OV für die
tatkräftige Hilfe beim Bundesturnfest. Es wird die vorbildlich Zusammenarbeit mit dem
Johanniterorden hervorgehoben.

Oktober. Nach einer sehr harmonischen verlaufenen gemeinsamen Übung mit der
Bereitschaft Refrath lädt Bereitschaftsführer Wecker zu einem gemütlichen Abend ein.

November. Alle bis jetzt in die Heimat zurückgekehrten Spätheimkehrer und
Zivilinternierten heißt der OV Bergisch Gladbach während des Festakt zum 50 jährigen
Bestehen besonders willkommen.

Dezember. In den Monaten vor und nach der Jahreswende gehen vom Landesverband
mehrfach Warnungen ein vor Männern, die bei Mitgliedsverbänden um Unterstützung
bitten unter Vorspiegelung falscher Tatsachen.

Jahresbericht 1955. Nach einem Unfall des Kreisbereitschaftsführers Hebborn versieht
der Wipperfürther Bereitschaftsführer Matthias Rütten dessen Dienst. Herr Rütten wird
dann als Kreisgeschäftsführer (zeitgleich einige Jahre aus Kreisbereitschaftsführer) für
Jahrzehnte eine „Instution“ des DRK im Rheinisch Bergischen Kreis.

Kontakt

DRK Ortsverein
Bergisch Gladbach e.V.
Jakobstraße 105
51465 Bergisch Gladbach
Tel.: 02202 21685
Fax: 02202 22138
info@8e7cb50b4d34466abddf8019d35a8e94drk-ovgl.de

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